Kopenhagen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Britta Bernhard   
Sontag, 11. Februar 2007 18:18

Transport/Hafen

Die Schiffe legen an der "Langelinie" an, etwa 5 Gehminuten entfert von der bekannten Bronzestatue "den  lille havfrue" (die kleine Meerjungfrau) aus dem Märchen von Hans Christian Andersen. Sie sitzt da und wartet auf ihren Menschenprinzen, den sie liebt und doch nicht lieben darf, weil sie selbst eine Kreatur des Wassers ist. Am Hafen gibt es außerdem einige Outlet Shops von vorwiegend Dänischen Modefirmen wie Noa Noa, Jackpot, Cottonfield. Auch ein paar Souvenierläden gibt es hier. Man kann das Stadtzentrum gut zu Fuß über die Uferpromenade erreichen (ca. 15 Gehminuten). Alternativ kann man sich mit etwas Glück ein Leihfahrrad mitnehmen, die stehen zum Beispiel ganz am Anfang der "langelinie" oder ein Stück weiter nach der kleinen Meerjungfrau. Diese Räder sind dort an Ständern wie ein Einkaufswagen befestigt und man kann Sie mit einem 20 Kronen Stück (als Pfand) einfach ausleihen. Weitere Alternativen sind öffentliche Verkehrsmittel (Bus, Metro) oder der Wasserbus hop-on hop-off, der direkt an der langelinie hält. 

Sightseeing

Wir starten unsere Tour am Hafen  und gehen erstmal zu Fuß oder mit dem Rad zur kleinen Meerjungfrau. Hier tummeln sich rund ums Jahr jede Menge Touristen, beliebt sind vor allem Fotos mit der kleinen Meerjungfrau. Weiter geht es an der Uferpromenade vorbei am Kastellet und Churchill Parken, ein wunderschön nordisches ehemaliges Militärgelände in dem sich viele Spaziergänger tümmeln. In der Mitte eine typische alte protestantische Kirche und eine Windmühle oben auf dem Hügel. Aber wir wollen jetzt erstmal in die Stadt, vorbei am Gefion-Springbrunnen bis zum Schloß Amalienborg. Sie besteht aus vier Prunkbauten im Stadtteil Frederiksstad. Schloß Amalienborg ist die Residenz der dänischen Königsfamilie. Auf dem achteckigen Platz befindet sich ein Reiterdenkmal von Frederik V. Im Christian VIII.-Palais gibt es eine Ausstellung mit kostbaren Möbeln und anderen wertvollen Gegenständen aus den privatgemächern der königlichen Familien zu Zeiten Christians IX. bis Christians X. (1863-1947). Auch die Wachablösung der Leibgarde macht deutlich, dass Dänemark noch eine Königsfamilie besitzt. Um 11:30 verlassen die Soldaten Schloss Rosenborg und marschieren bis Schloß Amalienborg, wo um 12:00 die Wachablösung vollzogen wird. Weiter geht es wieder an der Uferpromenade oder parallel dazu immer geradeaus bis zum Kanal "Nyhavn", das Seefahrerparadies. Hier reiht sich Kneipe an Kneipe und Vergnügungsviertel, aber mehr als touristentauglich. Es ist fast erstaunlich, dass man hier neben all dem Touristentreiben auch noch echte Seemänner trifft. Von hier aus empfiehlt es sich eine kleine Kanaltour zu machen, da Kopenhagen vom Boot aus einfach noch schöner ist und sich unsere müden Beine dann auch wieder ein bißchen erholen können. Die Linie Orange ist keine geführte Tour, also ohne Ansagen, aber man kann hier einfach die Aussicht genießen und kommt an interessanten Plätzen vorbei. Beginnt man die Fahrt in Nyhavn, geht es vorbei an umgebauten Lagerhallen, die sich in wunderschöne Ateliers verwandelt haben, vorbei an der neuen und kontrovers in Kopenhagen diskutierten Oper (man sagt, dass sie das Stadtbild zerstöre), durch die wunderschönen Kanäle von Christianshavn, wo man sich in die eine oder andere Wohnung verlieben wird, oder vielleicht doch eher in eines der Segelboote, die hier vor Anker liegen. Bevor wir wieder auf die andere Seite der Stadt fahren, kann man von hier aus auch aussteigen und einen Abstecher nach Christiania machen, dem von Alternativen besetzten Stadtteil, in dem auch die weltbekannten Christianiabikes hergestellt werden. Weiter geht es wieder in Richtung Zentrum zum "Gammel Strand". Hier gibt es einen Flomarkt und hier sollte man aussteigen, wenn man sich Tivoli, den Vernügungspark ansehen möchte. 1843 wurde er von Georg Carstensen auf einem 100.000 qm großen Areal errichtet. Neben einer abenteuerlichen Reise durch die Märchenwelt von Hans Christian Andersen, gibt es hier ein altes Panomimetheater, eine echte Fregatte aus dem 19. Jahrhundert, unzählige Restaurants und Cafes, sowie alte und moderne Fahrgeschäfte. Diese sind allerdings im Eintrittspreis nicht enthalten. Im Eingangsgebäude am Andersen Boulevard befindet sich Louis Tussaud's Wachsfigurenkabinett, in dem man Nachbildungen von dänischen und internationalen Persönlichkeiten bewundern kann. Von hier aus kann man entwieder die Runde zu Ende fahren nach Nyhavn oder durch die Einkaufsstraßen weiter zu Schloss Rosenborg. Durch Kopenhagens ältesten Park Kongens Have kommt man zum königlichen Backsteinschloß. Der 1608 von Christian IV. begonnene Renaissance-Bau diente als Lustschloß bis Mitte des 18. Jahrhunderts den dänischen Königen als Frühjahrs- und Herbstresidenz. Seit 1833 ist das Schloß mit seinen 24 Räumen, Originalmöbeln und Kronjuwelen der Öffentlichkeit zugänglich. Weiter nördlich befindet sich noch der Botanische Garten und das Kunstmuseum. Von hier aus kann man durch den Park bis zum Bahnhof Osterport  gehen. Der wunderschöne Stadtteil Osterbro lädt mit seinen Seen ebenfalls zu langen Spaziergängen ein. Vom Bahnhof aus ist man allerdings in wenigen Gehminuten durch das Kastellet auch wieder zurück am Schiff und der Langenlinie. Es gibt im Stadtzentrum noch viele schöne Kirchen, Plätze und Museen, für die man dann aber doch noch etwas mehr Zeit mitbringen sollte. 

Essen und Trinken

Spezialitäten gibt es hier viele, aber besonders gerne essen die Dänen Hering in verschiedensten Variationen oder ein kaltes Buffet am Mittag mit kalten Platten, Fisch, Käse und Smorbrod (belegtes Brot). Carlsberg und Tuborg haben hier ihre Heimat und werden hier viel getrunken, Wein wird eher am Abend zu einem leckeren Essen oder zu einem Käsebrot getrunken. Alkoholische Getränke sind hier zwar teurer aber lange nicht so teuer wie in Schweden und Norwegen, weshalb hier viele Schweden zum feiern herkommen. Es gibt viele nette Restaurants rund um den Nyhavn und im Tivoli.

Empfehlung

Krogs Fiskerestaurant, Gammel Strand 38, Kopenhagens bestes Fischrestaurant, sehr teuer 

MS Amerika, Dampfaergevej 8, Pakhus 12, in einem alten Warenhaus im Hafen mit einer Fensterfront, die auf den inneren Hafen geht, dänische und französische Küche

 
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