|
Seite 4 von 5 Bergen Die alte Hansestadt Bergen ist unser nächstes Ziel nach dem Verlassen des Fjords. Das recht beschauliche Städtchen hat sich voll auf Touristen eingestellt, und ist mit seiner Mischung aus nordischem Charme, der offensichtlichen Verbindung zum Meer und den teilweise alten erhaltenen Bauten ein Besuch wert. Die Altstadt gruppiert sich malerisch um den Hafen herum und besteht in ihrem touristischen Kern aus schön restaurierten Bauten, in den allerdings längst Touristen-Läden eingezogen sind. Hier gibt es farbenfrohe Norwegerpullis in allen Variationen, Fahnen des Landes und allerlei anderen mehr oder weniger nützlichen Krimskrams. Immerhin eine der besten Möglichkeiten, die unbedingt notwendigen Reiseandenken für die Daheimgebliebenen aufzustocken. Direkt neben den modernen Touristenfallen liegt aber dann doch noch etwas typisch norwegisches: Der Fisch-Markt, auf dem die Verkäufer den Fang des Tages anpreisen. Hier gibt es fast alles, was das Meer in diesen Breitengraden hergibt. Und das ist dank des Golfstroms eine ganze Menge. Völlig unbefangen bieten die Norweger auch so manches an, was für Deutsche eher befremdlich ist. Walfleisch z.B. harrt da neben Garnelen seiner Käufer. Auch für den Sofortverzehr ist man gewappnet: Fast alles gibt es auch gleich auf Brötchen für die Stärkung unterwegs. Aber auch das ist Bergen: Beschauliche Gassen, verwinkelte Straßen, fast schon verwunschene Häuser. Anheimelig wirkt das Leben hier, ganz fern von Hektik einer Groß-Stadt, wie sie Bergen für norwegische Verhältnisse ja schon ist. Hier ist er, der nordische Look, für den wir so viele (See-) Meilen zurückgelegt haben. Farbig angestrichene Häuser, weiße Fensterrahmen. Wie im Bilderbuch. Am besten entdeckt man diese stillen Seiten von Bergen bei einem Spaziergang durch die Altstadt. Hier bietet sich z.B. eine Fahrt auf den Stadtberg mit der Floy-Bahn an. Diese Standseilbahn bringt einen in knapp 5 Minuten auf den Hügel, von dem sich ein schöner Blick auf die gesamte Stadt ergibt. Ein ausgiebiges Netz an Wanderwegen führt dann zurück in die Stadt.
|